Zwei Jahrzehnte Engagement für die palliative und hospizliche Versorgung am Zentrum für Palliativmedizin der Uniklinik Köln
Am Freitag feierte Endlich. Palliativ & Hospiz im Dr. Mildred Scheel Haus UK Köln e.V. sein 20-jähriges Bestehen mit rund 155 Gästen. Seit 2006 engagiert sich der Verein für die palliative und hospizliche Begleitung schwerstkranker Menschen und ihrer Angehörigen am Palliativzentrum der Uniklinik Köln.
Rückblich und Ausblick
Die Veranstaltung vereinte Rückblick und Ausblick, Begegnungen und Gespräche. Durch den Nachmittag im CIO führte die Autorin und Journalistin Christine Westermann, seit Ende 2024 Botschafterin des Vereins. Sie sprach mit Prof. Dr. Edgar Schömig, Vorstandsvorsitzendem und ärztlichem Direktor der Uniklinik Köln, der bereits 2006 bei der Vereinsgründung dabei war und dem Verein bis heute als Mitglied verbunden ist. Es folgten Grußworte von Bürgermeisterin Teresa De Bellis-Olinger, Gerd Nettekoven (Vorstand Deutsche Krebshilfe) und Prof. Dr. Raymond Voltz, Klinikdirektor des Palliativzentrums.
Zu sehen war zudem ein Gespräch zwischen Christine Westermann und Cornelia Scheel, Tochter von Dr. Mildred Scheel. Darin sprach sie eindrücklich über ihre Mutter und ihr eigenes Ehrenamt in der Sterbebegleitung im Dr. Mildred Scheel Haus, dem Haus, das ihre Mutter mit initiiert hat.
Der Rückblick auf zwei Jahrzehnte Vereinsarbeit zeigte viele besondere Momente sowie Projekte, die Endlich e.V. gemeinsam mit dem Zentrum für Palliativmedizin auf den Weg gebracht und getragen hat: das Schulprojekt, „Kunst und Kultur“, die Angehörigenvertretung, den Heinz-Pichlmaier-Forschungspreis und das Buddy-Projekt. Deutlich wurde dabei vor allem eines: Der Verein bringt Menschen zusammen – Betroffene, Angehörige, Fachkräfte, Ehrenamtliche und Förderer. So auch an diesem Nachmittag, nicht zuletzt im Gespräch zwischen Christine Westermann, einer Angehörigen und der Hospizkoordinatorin Hildegard Schüren.
Verleihung des Pichlmaier-Preises 2026
Zum Abschluss der Feier wurde der Pichlmaier-Preis 2026 verliehen, in Gedenken an Prof. Dr. Dr. med. Heinz Pichlmaier, der 1983 gemeinsam mit seinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern die erste Palliativstation Deutschlands an der Uniklinik Köln errichtet hatte. Seine Ehefrau, Frau Dr. Pichlmaier-Adenauer, übernahm die feierliche Übergabe der Urkunden. In diesem Jahr wurde der Preis erstmals ausschließlich durch Endlich e.V. vergeben; zudem wurde eine unabhängige Jury ernannt, sodass sich auch junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der UK Köln bewerben konnten. Wie schon in den vergangenen Jahren wurde der Preis auf zwei Preisträgerinnen aufgeteilt: Dr. Elena Rakuša und Dr. med. Carolin Wilharm.
Dr. med. Carolin Wilharm ist ehemalige Mitarbeiterin der Uniklinik Köln und Teil des Forschungsteams von Prof. Dr. med. Steffen Simon, stellvertretendem Leiter des Zentrums für Palliativmedizin. Sie wurde für ihre Arbeit „Qualitative Studie zu Herausforderungen, Bewältigungsstrategien und Bedürfnissen von jungen Erwachsenen mit Krebs mit Fokus auf die Lebensbedrohlichkeit der Erkrankung“ ausgezeichnet. Die Laudation hielt der Juryvorsitzende Prof. Dr. Andreas Heller, Universität Graz. Siehe hierzu auch https://palliativ-hospiz-koeln.de/pichlmaier-preis/
Für besondere musikalische Momente sorgte das Duo cel:lux mit Julia Pesavento und Jakob Grabenhorst. Eine rundum gelungene Veranstaltung mit vielen bewegenden Begegnungen, die noch nachwirkt – und voller Vorfreude auf die nächsten 20 Jahre Endlich e.V. blicken lässt.
Foto: MedizinFotoKöln – Christian Wittke





